schwierige Entscheidung treffen - eine Anleitung

Lerne hier wie Du mit 4 wirkungsvollen Methoden auch noch so schwierige Entscheidungen treffen kannst.

Du stehst vor einer schwierige Entscheidung und hast schon alles Mögliche ausprobiert und konntest Dich trotzdem noch nicht für eine Variante entscheiden? Vielleicht hast Du es mit Pro-Und-Contra-Listen versucht, eine Nacht drüber schlafen oder einem Münzwurf und trotzdem war das Ergebnis nicht zufriedenstellend für Dich? Jetzt bist Du hier und möchtest frischen Input? Perfekt, denn Du bist hier genau richtig. Im Folgenden möchte ich Dir Ideen und Methoden vorstellen, um Entscheidungen zu treffen, die Du bestimmt noch nicht so gesehen hast.

Das wirst Du lernen

Warum uns manche Entscheidungen zu treffen so schwer fallen und warum es bei anderen so einfach ist. Warum es so wichtig ist Entscheidungen, auch wenn sie noch so schwer sind, zu treffen. Und Du wirst 4 wirkungsvolle Methoden kennen lernen, um leichter Entscheidungen zu treffen. Am Ende erhältst Du an ein paar gängigen Beispielen erklärt, wie Du welche Methode anwenden kannst, um Deine Entscheidung zu treffen.

Du wirst ca. 10 min für das Lesen benötigten und noch einmal 15 min für die Beispiele im Bereich „schwierige Entscheidung treffen – Das kann man lernen“. Am Ende wirst Du Ideen haben, die Du in Deiner aktuellen Situation für Dich anwenden kannst, um Deine schwierige Entscheidung zu treffen. Nutze dazu auch die Übung am Ende. Da lade ich Dich ein mit Hilfe der Tools Deine schwierige Entscheidung selbst zu treffen.

Fangen wir also gleich an 🙂

 

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schwierige Entscheidung treffen – warum es so schwer fällt

Wir fragen Familie und Freunde, versuchen abzuwägen, was mehr Wert hat oder wobei ein höherer Gewinn entsteht und kommen trotzdem nicht weiter in unserer Entscheidungsfindung. Wir recherchieren weiter im Netz und wollen noch mehr Informationen und trotzdem, das Pendel möchte sich nicht für eine Seite entscheiden.

Mit diesem Thema „sich nicht entscheiden zu können“ beschäftigt sich auch Ruth Chang, eine amerikanische Philosophin. Und sie hat eine interessante Theorie dazu. Wir versuchen Möglichkeiten auf wissenschaftliche Art gegeneinander abzuwägen. Mit wissenschaftlicher Art ist das Ermitteln von was bringt mehr, was bringt weniger oder sind die Optionen gleichartig gemeint, so wie wir das in der Schule gelernt haben. Es gibt allerdings Entscheidungen, laut Ruth Chang, bei denen das nicht funktioniert und das sind die „schwierigen“ Entscheidungen.

Schauen wir uns die Vergleichbarkeit von Möglichkeiten doch einmal genauer an.

Vergleichbarkeit der Möglichkeiten

Ich möchte Dir nun an einem Beispiel genauer zeigen, was mit Vergleichbarkeit von Möglichkeiten konkret gemeint ist. Wir gehen davon aus, Du bist auf der Suche nach einem Fitnessprogramm, dass Du einmal in der Woche besuchen möchtest, Du wirst schnell fündig bei zwei Studios, die per Zufall 😉, genau nebeneinander liegen.

weniger, mehr und gleich

Studio 1 bietet Dir 1h Crossfit für 30€, Studio 2 verlangt für 1h Crossfit 40€. Wie entscheidest Du Dich? Vermutlich für Studio 1 ist ja preiswerter. Jetzt legt Studio 2 auf seine 1h Crossfit für 40€ noch eine 30 minütige Massage für danach drauf, wie entscheidest Du jetzt? auf einmal ist Studio 2 interessant, Du bezahlst zwar etwas mehr als im Studio 1, bekommst dafür aber auch viel mehr. Wenn Du jetzt nicht eine völlige Abneigung gegenüber Massagen hast, nimmst Du sehr wahrscheinlich das Angebot von Studio 2 in Anspruch.

Studio 1 beobachtet natürlich seine Konkurrenz von neben an und stellt ein neues Angebot auf: 30 min Massage und 1h Yoga für 40€. Wie entscheidest Du jetzt? Ist es ein besseres oder ein schlechteres oder gar ein vergleichbares Angebot? Kann man Yoga überhaupt mit Crossfit vergleichen? 🤷

Wenn Du Dich jetzt für Crossfit und Yoga interessierst wird es schwierig sein sich für eine Möglichkeit zu entscheiden. Auf einmal reicht <, > oder = nicht mehr aus. Warum? Weil es plötzlich gleichrangige Möglichkeiten sind, wo die altbekannten Relationen nicht mehr greifen. Yoga ist genauso interessant wie Crossfit und beide Studios bieten zusätzlich Massage für denselben Preis an.

gleich vs. gleichrangig

Sind die beiden Möglichkeiten vielleicht doch gleich bzw. identisch?

Wenn das so wäre, bräuchtest Du nur eine Münze werfen und egal was liegt, Kopf oder Zahl, Yoga oder Crossfit, es wäre immer richtig für Dich. Stelle es Dir vor. Und? Ist Yoga identisch mit Crossfit? Ich würde sagen nein. Sie sind nicht identisch, also nicht gleich. Was sie aber sind, sie sind gleichrangig, denn es sind sportliche Aktivitäten, für die wir uns interessieren – theoretisch zumindest 😉

Wenn sie nicht gleich sind, dafür gleichrangig, wie können wir nun beide (irgendwie) „vergleichen“ und eine Entscheidung treffen?

Die Antwort liegt in uns, in den Dingen, die uns wichtig sind. Ich frage Dich daher: „Auf was legst Du Wert?“ Möchtest Du schnell Kondition und Muskulatur aufbauen, weil Du aussehen möchtest wie ein Adonis? Dann ist Crossfit vermutlich eine gute Entscheidung. Oder möchtest Du viel lieber Ruhe und eine Balance des Körpers Außen wie Innen entdecken? Dann wird Dir Yoga besser nützen.

Was ist hier passiert?

Wir haben einen für uns wichtiges Kriterium genommen (Fitness) und haben es in diesem Beispiel konkretisiert (Adonis vs. Balance), d.h. wir haben begonnen Gründe in uns selbst zu finden und nicht mehr Gründe von außen herangezogen.

Schauen wir genauer hin, dann ist die Entscheidung Crossfit vs. Yoga oder anders formuliert Adonis vs. Balance eine Entscheidung zwischen Werten. Werte, die uns wichtig oder weniger wichtig sein können. Werte könnten es hier zum Beispiel Schönheit und Ruhe sein.

Definition gleichrangige Möglichkeiten

Möglichkeiten, die gleichrangig sind, sind Möglichkeiten, die Werte in demselben Umfang abdecken, die uns wichtig sind. Dabei müssen die Werte nicht zwingend identisch sein.

Bleiben wir beim Beispiel von oben und schauen uns das unter Hinzunahme von Schönheit und Ruhe genauer an:

 

Entscheidung treffen Crossfit vs. Yoga
Crossfit trägt (übertriebener Maßen 😉) zu 100% zur Schönheit bei aber 0% zur Ruhe. Umgekehrt ist es mit Yoga, 0% Schönheit dafür 100% Ruhe. Beides sind Werte, die uns wichtig sind, aber unterschiedlich in den Möglichkeiten abgedeckt werden. Dadurch entsteht dieser Widerspruch in uns und das Hin- und Hergerissene, einfach das nicht entscheiden können.

Wir stellen also fest, bis zu einem bestimmten Grad bzw. bei bestimmten Arten von Entscheidungen oder besser gesagt, bei bestimmten Arten von Möglichkeiten funktioniert problemlos die herkömmliche Weise des „wissenschaftlichen“ Abwägens, um eine Entscheidung zu treffen. Nur bei den gleichrangigen Möglichkeiten funktioniert es nicht mehr die Antwort von „Außen“ zu holen.

Ich mache das was meine Freunde machen

Jetzt könntest Du sagen, das mit den Werten glaube ich nicht. Wenn ich mich nicht entscheiden kann, mache ich das, was meine Freunde [Partner/Familie/Nachbarn…] machen. Und hole mir die Antwort doch von „Außen“.

OK, das geht natürlich auch. Aber vielleicht sind dann Harmonie, Beziehung und Bindung wichtige Werte für Dich? Und es kommt gar nicht so sehr darauf an was Du tust, sondern mit wem? Aber auch hier in diesem Ansatz kommt die Antwort von innen, von Dir selbst und nicht wie Initial gedacht von außen, von Deiner Umwelt. Du orientierst Dich zwar an ihr, aber dass Du das tust, kommt von Deinen Werten. Oder wie siehst Du das?

“An den Scheidewegen des Lebens stehen keine Wegweiser.“

Charlie Chaplin

schwierige Entscheidung treffen – warum es so wichtig ist

Klar, es ist anstrengend sich entscheiden zu müssen. Man muss abwägen was das Richtige ist, hat das Gefühl es gibt danach kein Zurück mehr und was ist, wenn mich dann alle hassen? Genügend Gründe, um zu sagen, ich entscheide mich nicht und lass es lieber so laufen wie es ist. Die Zeit wird es schon richten. Die bequemste Art ist nicht immer die beste und das weiß Du auch. Triffst Du keine Entscheidungen, werden es ganz sich andere tun und ob das dann das ist, was Du im Nachhinein doch gern wolltest, das kann niemand garantieren, aber vermutlich wird es das nicht sein.

Außerdem, mit jeder Entscheidung, die Du triffst, wird das Entscheiden immer leichter gehen. Übung macht schließlich den Meistern und Du kannst Deinen Entscheidungsmuskel trainieren, bis Du aussiehst wie Hulk, nur ohne grün 🙂

Das aller Beste ist jedoch …

Entscheidung treffen

rücke mit jeder Entscheidung näher an Dein wirkliches Ich

… mit jede, für Dich richtigen, getroffenen Entscheidung bewegst Du Dich immer mehr zu dem Ich hin, welches Du gern sein möchtest. Durch Deine Entscheidungen bestimmt Du Deinen Weg und wirst das, was Du gern sein möchtest. Damit Du Dich auch gleich auf Deinen Weg machen kannst, kommen jetzt ein paar Hilfsmittel für Dich, mit denen Du leichter Entscheidungen treffen kannst.

“Das Schlimmste in allen Dingen, das ist die Unentschlossenheit.“

Napoléon Bonaparte

schwierige Entscheidung treffen – Entscheidungshilfe

Hier nun eine kleine Auswahl an wirkungsvollen Methoden, damit Du in Zukunft gezieltere Entscheidungen treffen kannst. Um so häufiger Du auch schwierige Entscheidungen triffst, umso leichter wird es mit der Zeit Dir fallen.

Entscheidungshilfe 10-10-10

Ursprung

Suzy Welch, die Frau des Ex-General-Electric-Bosses Jack Welch, hat vor einigen Jahren das sogenannte 10-10-10-Modell entwickelt. Die 10-10-10 steht dabei für 10 Minuten, 10 Monate und 10 Jahre. Sie sollen beleuchten, wie man sich mit einer Entscheidung nach 10 Minuten, nach 10 Monaten und nach 10 Jahren fühlt. Grundvoraussetzung ist hier natürlich, dass Du sehr ehrlich zu Dir selbst bist und ein bisschen Fantasie für die Zukunft hast.

 

Anwendung

  1. Schreibe Deine Entscheidungsmöglichkeiten der Reihe nach auf
  2. Nimm Dir irgendeine Möglichkeit aus Deiner Liste raus (oder einfach die Erstbeste) und „entscheide“ Dich dafür
  3. warte 10 min ab
  4. Frage Dich:
    • Wie fühlt sich die Entscheidung jetzt an?
    • Ist sie gut oder schlecht?
    • Gefällt Dir diese Entscheidung?
  5. wie ist Dein Ergebnis?
    • Ja: dann weiter mit 6.
    • Nein: dann war es nicht die richtige Entscheidung, also weg damit und weiter mit 2.
  6. Stelle Dir jetzt vor wie es in 10 Monaten mit dieser Entscheidung sein wird.
    • Was wird sie Dir bringen?
    • Ist es gut oder schlecht?
    • Was ändert sich?
    • Möchtest Du das?
    • Was bleib wie es ist?
  7. Wie ist jetzt Dein Ergebnis?
    • Ja: dann weiter mit 8.
    • Nein: dann war es doch nicht die richtige Entscheidung, also wieder zurück zu 2.
  8. Stelle Dir jetzt vor wie es mit dieser Entscheidung in 10 Jahren sein wird.
    • welchen Weg wirst Du dadurch einschlagen?
    • Wie genau sieht durch diese Entscheidung Deine Leben in 10 Jahren aus?
    • Wer bist Du dann?
    • Ist es genau das, was Du für Dich möchtest?
    • Gefällt Dir dieser Vorstellung?
    • Wie genau fühlt es sich an?
  9. Wie lautet jetzt Dein Ergebnis?
    • Ja: PERFEKT – Du hast eine für Dich sehr passende Entscheidung gefunden
    • Nein: dann passt sie doch nicht zu Dir. Kein Problem, dann geht es weiter mit 2.

Entscheidungshilfe 80/20 oder das Pareto-Prinzip

Ursprung

Laut Wikipedia (abgerufen am 17.04.2020):

Das Paretoprinzip, benannt nach Vilfredo Pareto (1848–1923), auch Pareto-Effekt oder 80-zu-20-Regel genannt, besagt, dass 80 % der Ergebnisse mit 20 % des Gesamtaufwandes erreicht werden. Die verbleibenden 20 % der Ergebnisse erfordern mit 80 % des Gesamtaufwandes die quantitativ meiste Arbeit.

Das Pareto-Prinzip ist bei Möglichkeiten sinnvoll, die ein und dasselbe Hauptziel verfolgen, um heraus zu finden, welche Möglichkeit Dich am schnellsten in Richtung des Ziels bringt.

Anwendung

Frage Dich also: „Wenn Du nur eine einzige Sache umsetzen dürftest, welche davon bringt Dich dem Hauptziel am nächsten?“

Entscheidungshilfe Werte

Ursprung

Der Ursprung liegt in Dir. Alles das was Dir wirklich wichtig ist. Du hast Sie in der Zeit Deines Lebens aufgesammelt. Zum Teil aus Deiner Familie oder von Deinen Freunden. Aber auch von der Arbeit und anderen umfeldrelevanten Stationen sammeln wir Werte ein. Manche halten nur solange, wie wir mit diesen Menschen zu tun haben, andere halte ein Leben lang.

Anwendung

Kennst Du Deine Werte, zumindest die Top 5 und die Reihenfolge, dann kannst Du diese heranziehen und die Möglichkeiten damit bewerten, in wieweit sie Deine Werte abdecken. Dann sollte es viel leichter fallen eine Entscheidung zutreffen. Es ist ganz selten, das zwei Möglichkeiten identisch Deine Werte befriedigen und wenn es doch mal so sein sollte, dann kannst Du auch eine Münze werfen 😉

Entscheidungshilfe „Wer möchte ich sein?“

Ursprung

Die Idee, mit dieser Frage: „Wer möchte ich sein?“ eine Entscheidung zutreffen kommt von Ruth Chang.

Anwendung

Frage Dich einfach bei jeder schwierigen Entscheidung wer Du sein möchtest. Indirekt fragst Du wieder nach Deinen Werten und Du bewegst Dich mit jeder auf diese Weise getroffenen Entscheidung wieder ein Stück weiter auf Dein wahres Ich zu. Also, wer möchtest Du sein? Die rosa Socken tragende Bankerin oder lieber doch die schwarze Socken tragende Philosophin? Oder doch jemand ganz anderes? DU entscheidest ganz allein.

Auch interessant: smarte Ziele

Lerne aus einem groben Ziel ein konkretes, terminiertes und realistisches Ziel, ein smartes Ziel zu formulieren.

schwierige Entscheidung treffen – das kann man lernen

Im Folgenden nun ein paar gängige Beispiel und wie mit den Methoden von oben Entscheidungen getroffen werden können. Schau es Dir genau an und lass Dich inspirieren.

Entscheidung: Müsli oder Kekse

Schwierige Entscheidungen können bereits am Morgen auf einen warten. Testen wir gleich die neue gelernte Methode aus.

10-10-10

Wenn Du genügend Zeit hast entscheide Dich für eins, warte 10 Minuten und überlege, ob es immer noch das Richtige für Dich ist, wenn ja, perfekt, lass es Dir schmecken, wenn nicht, auch ok, dann nimmst Du eben das andere.

Pareto-Prinzip

Möchtest Du vielleicht abnehmen oder Dich prinzipiell gesünder ernähren? Dann bringt Dich vermutlich das Müsli Deinem Ziel näher. Möchtest Du umgekehrt vielleicht den Weltmeistertitel im Kekse essen holen? Dann sollte Dein Tag auch genau damit beginnen.

Deine Werte

Sind Deine Werte Gesundheit? Fitness? Oder eher Abwechslung, Spaß und Freiheit?

Bewerte Doch einfach Müsli und Keks mit den Werten, was wird wie viel davon abgedeckt? Hier ein Beispiel:

  • Müsli: Gesundheit 100%, Fitness 50%, Abwechslung 30%, Spaß 20%, Freiheit 20%
  • Keks: Gesundheit 50%, Fitness 0%, Abwechslung 60%, Spaß 60%, Freiheit 50%

Jetzt brauchst Du nur noch die Werte von oben mit Deinen eigenen Werten vergleichen und weißt nun, was am besten zu Dir passt.

Wer möchtest Du sein?

Du bist was Du isst, also möchtest Du ein Keks oder doch lieber ein Müsli sein? 😉 frage Dich: „Wer möchtest Du sein?“ Jemand der Müsli isst? Indirekt vielleicht jemand der auf seine Ernährung achtet? Oder lieber das Krümmelmonster aus der Sesamstraße? Jemand der auch mal verrückte Sachen macht und nicht immer nur auf die Vernunft hört?

Entscheidung: kurze oder lange Haare

Hast Du Lust auf eine Veränderung weißt aber nicht so richtig ob Du Dich auch trauen sollst? Es handelt sich hier um eine mittelfristige Entscheidung, also lass uns gleich anschauen, wie gut die Methoden hier funktionieren.

10-10-10

Auch hier, nimm die erst beste Möglichkeit und prüfe nach 10 Minuten wie sich diese Entscheidung anfühlt. Ist sie noch gut? Dann überlege Dir, wir wird es in 10 Monaten damit sein? Was passiert in der Zwischenzeit und wie gut passt da Deine Entscheidung rein? Immer noch gut? Super, dann hast Du eine sehr gute Entscheidung für Dich gefunden. Wenn nicht, durchspiele das Ganze mit der anderen Option. Wenn Du magst, kannst Du Dir gern auch vorstellen, wie es in 10 Jahren damit ist, wobei die meisten Frisuren gar nicht solange halten.

Pareto-Prinzip

Wenn Du irgendwann Rapunzel gleichen möchtest, dann bringen Dich natürlich die langen Haare diesem Ziel näher, umgekehrt spricht für kurzes Haar, wenn Dein Ziel ist ein bisschen Zeit einzusparen, zum Beispiel indem Du den Pflegeaufwand reduzieren möchtest.

Deine Werte

Welche Werte hast Du und in wieweit können Frisuren diese Werte abdecken? Es gibt Theorien darüber, was Deine Frisur über Dich aussagt, ob Du sie lang oder kurz, ob Du sie lockig oder glatt trägst, sagt etwas darüber aus, wer Du bist. Aktivität, Führung und Kreativität könnten Werte sein, mit denen man lang Haare und kurze Haar „bewerten“ könnte. Hier ein Beispiel:

  • lange Haare: Aktivität 30%, Führung 30%, Kreativität 90%
  • Kurze Haare: Aktivität 60%, Führung 80%, Kreativität 60%

Jetzt brauchst Du nur noch die Frisuren mit Deinen Werten, mit dem was Dir wichtig ist abgleichen und weißt nun ganz genau was das Richtige für Dich ist.

Wer möchtest Du sein?

Möchtest Du ein kreativer und emotionaler Mensch sein? Diese tragen die Haare eher lang. Oder möchtest Du lieber Deine Aktivität und Deine Stärke unterstreichen? Dann sind die kurzen Haare mehr was für Dich. es liegt an Dir. Wer möchtest Du sein?

Entscheidung: eigene Kinder oder keine Kinder

Die Tragweite dieser Entscheidung ist natürlich sehr größer, also sich für ein Frühstück zu entscheiden. Sie gehört irgendwie zum Leben mit dazu.

10-10-10

Auch hier, entscheide Dich für eine Variante, z.B. eigene Kinder und nach 10 Minuten prüfe, ob es sich immer noch richtig für Dich anfühlt. Ja? Ist noch ok? Gut, dann weiter. Was ist in 10 Monaten damit? In 10 Monaten könnte bereits ein Baby da sein. Wie fühlt sich die Vorstellung an das eigene Baby im Arm zu halten? Volle Windeln und Geschrei, aber auch Babygebrabbel und viele witzige Momente warten auf Dich. Immer noch gut? Was ist in 10 Jahren? Das Kind ist dann auf dem Weg von der Grundschule zur Oberschule. Kindergarten, Einschulung, 10 Kindergeburtstage. Du hast mit ihm lesen und rechnet geübt. Fußball gespielt, gesungen, getanzt und ihr hattet bestimmt viel Spaß. Fühlt sich das immer noch gut in Deiner Vorstellung an? Oder bist Du vielleicht schon vorher ausgestiegen?

Pareto-Prinzip

Wenn Dein großes Ziel ist eine klassische Familie zu gründen, dann werden vermutlich Kinder eine Rolle spielen. Möchtest Du dagegen viel lieber groß Karriere machen und immer außerhalb der Session in den Urlaub fahren, dann ist Deine Entscheidung eine andere.

Deine Werte

Werte die hier verglichen werden könnten sind Familie, Bindung und Freiheit. Zum Beispiel folgender Maßen.

  • eigene Kinder: Familie 90%, Bindung 50%, Freiheit 30%
  • keine Kinder: Familie 40%, Bindung 30%, Freiheit 80%

Was ist Dir davon wichtiger?

Wer möchtest Du sein?

Möchtest Du ein Familienmensch sein? Oder doch lieber ein Karrieretyp? Möchtest Du jemand sein, der kleinen Menschen hilft anständige Erwachsene zu werden oder möchtest Du lieber jemand sein, der einen Zweisitzer fährt? Du entscheidest wer Du sein möchtest.

 

schwierige Entscheidung treffen – Übung

Du kennst nun 4 Methoden mit dessen Ursprung und dessen Anwendung und hast diese an ein paar Beispielen erleben dürfen. Jetzt möchte ich Doch gern einladen es selbst zu versuchen. schnappe Dir einen Zettel und eine Stift und los geht’s. Schreibe Deine Entscheidung wie oben auf:

Entscheidung: X oder Y

Schreibe die 4 Methoden unter einander auf:

  • 10-10-10
  • Pareto-Prinzip
  • Deine Werte
  • „Wer möchte ich sein?“

Überlege, welche Methode am wirkungsvollsten sein wird oder wende einfach alle an.

Und triff Deine Entscheidung – JETZT!

Du brauchst Unterstützung? Kein Problem, Du kannst mir auch sehr gern eine Nachricht schreiben.

 

Entscheidungsfinder Auswertung Motivationswecker

Schwierige Entscheidung treffen – der Entscheidungsfinder

Oder nutze einfach den kostenlosen Entscheidungsfinder von Motivationswecker. Ein Workbook, in dem noch einmal alle Methoden erklärt sind und in dem Du direkt arbeiten kannst, um sofort eine Entscheidung für 2 Möglichkeiten zu treffen. Trage Dich einfach jetzt ein und Du erhältst das kostenlose Workbook per e-Mail zugesendet.

 

mehr zur Theorie – Quelle

Vielleicht hast Du Lust Ruth Chang detaillierte Ausführung zum Thema „schwere Entscheidungen treffen“ anzusehen:

https://www.ted.com/talks/ruth_chang_how_to_make_hard_choices?language=de (14 min Video, dt. Untertitel, abgerufen am 11.04.2020)

Wie ist Dein Feedback?

Wie gehst Du mit dem Thema Entscheidung um? Wo hast Du Schwierigkeiten? Wobei hättest Du gern Unterstützung? Welche Erfolge hast Du schon mit den Methoden erzielt? Oder Du hast vielleicht noch ergänzende Ideen? Oder möchtest noch weitere Anwendungsbeispiele?

Teil mir jetzt Deine Erfahrungen mit dem Umgang von Entscheidungen mit, indem Du mir einen Kommentar oder eine Nachricht hinterlässt 🙂

Hab‘ viel Erfolg.

Sabine

 

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